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"Das Konzert ist supertoll"
Gospel ging tief
unter die Haut
FOTO:
Michael Buhrke |
ETELSEN (job) Man konnte den
diesjährigen Reformationstag
ja auf vielerlei Art und Weise
ausklingen lassen, gemütlich,
ganz der kühl-nebligen Jahreszeit
entsprechend, den Gedanken nachhängend,
evtl. mit einer aufgeschlagenen
Bibel auf dem Schoß. Oder
aber man ließ sich von Gospelgesang
mitreißen, zum Mitsingen
und anhaltend Beifall klatschen
animieren, wie viele Einwohner
des Flecken Langwedels es taten.
Sie waren in die Etelser Kirche zum Guten Hirten gekommen,
wo der Gospelchor Etelsen im Zuge seiner beliebten
Jahreskonzerte die Musik, das Leben und die Nächstenliebe
von Herzen zelebrierte.
Und eine Feier dieser beliebten Musikrichtung war es
auch dieses Mal wieder: Eigens dem Schicksal der neunjährigen
Leah-Maleen Wendelborn gedenkend, hatte man die Veranstaltung
kurzerhand zur Benefizveranstaltung für die schwerstbehinderte
Daverdenerin umgestaltet und auf viele großzügige
Spendenbeiträge gehofft. Nicht umsonst: Stolze
1550 Euro konnte der Chor ersingen und den Erfolg seines
Auftrittes damit vollends genießen.
Aber erste einmal von vorn. Nachdem man begonnen hatte,
das Publikum mit „Baga Gine“ auf die kommende
Odyssee durch Rhythmik und Klangvielfalt der Gospelmusik
auf Sulu einzustimmen, begann das Publikum bereits
bei „Wade in the Water“ herzlich mitzuschnippen.
Spätestens bei der Stevie-Wonder-Interpretation „Free“ war
dann klar, dass man sich auch im zweiten Teil des Konzertes
auf besonderen musikalischen Genuss freuen durfte und
auch die Taschentücher nicht umsonst eingepackt
worden waren. „Oh, when the Saints“, gesanglich
durch das Duo Petra Gätjen und Horst Skornika
erheblich aufgewertet, animierte schon die prallgefüllte
Kirche, begeistert mitzuklatschen sowie auch das oft
gesungene „Kuwate“ ganz vielen Anwesenden
tief unter die Haut ging.
Der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Musiker
Harald Klocke, mit zwei Solostücken auf seinem
Sopransaxophon obendrein zum Erfolg des Abends beitragend,
legte dann ebenso wie der engagierte Gospelchor seine
ganze Musikleidenschaft in seinen Gastauftritt. Besonders
das zweite Lied, der Titelsong zum Kinohit „Titanic“,
evozierte standing ovations.
Nach weiteren Songs des Chors hörte das Publikum
dann schließlich das musikalische Bekenntnis
der fast fünfzigköpfigen Musiktruppe zur
Nächstenliebe, zu Jesus und zu Leah-Maleen Wendelborn:
Nur dem jungen Mädchen gewidmet, legte der Chor
sein ganzes Können in den Song „We believe“ und
sang sich spätestens hiermit vollends in die Herzen
der Zuhörer.
Nicht nur deswegen gab sich das Publikum, das besonders
durch den frohen Song „Oh happy day“ von
den Kirchenbänken gerissen worden war, erst nach
drei weiteren Zugaben zufrieden, bevor es den Chor
unter tosendem Beifall entließ.
Torben Wendelborn, der Vater Leah-Maleens, bedauerte
sehr, dass seine Frau Rebekka nicht dabei sein konnte,
Leah-Maleen betreute. Wie auch die kleine Marie, Leah-Maleens
Schwester, war der Vater vom musikalischen Engagement
der Etelser schwer beeindruckt: „Das Konzert
ist supertoll, wir danken vielmals für diese großartige
Unterstützung!“, strahlten beide bereits
in der Pause um die Wette.
Ortsansässige Betriebe hatten für die Verköstigung
des Abends gesorgt und somit ihren Beitrag zum Lebenswunsch
(ein behindertengerechtes Auto) der jungen Daverdener
Familie geleistet, sowie auch die Schulklasse von Leah-Maleen
mit kleinen Bastelarbeiten dazu beigetragen hatte,
den Spendentopf ganz dick anschwellen zu lassen.
„Benefizkonzerte machen wir eben wirklich am
liebsten!“ gab eine glückliche Lena Kristin
Sonntag, die junge Leiterin des Etelser Erfolgschors,
schließlich gerne zu.
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